Triumph Motorcycles Customer „Service“

OK, ich schreibe nicht häufig, eigentlich nur wenn mich etwas wirklich, WIRKLICH beschäftigt. Einen Unfall mit seinem Motorrad zu haben zum Beispiel wäre vielleicht für andere ein Grund das Blog zu bemühen. Der Unfall war doof und unnötig, aber ich achtete halt in der Situation mehr auf den Verkehr als auf plötzliche Veränderung des Untergrunds (YAY, Rollsplit!).

Aber der Unfall war mir nur einen kleinen Facebook Post wert. Ein Dreizeiler. Was aber meinen rechtschaffenen Zorn erregte war was folgte: die Beschaffung eines Bremshebels!

Nun ist mir meine geliebte Speedy halt umgekippt und es gab halt ein paar kleine Schäden. Vor allem ist halt der Fuß-Bremshebel abgebrochen. Und ein Stück Verkleidung gerissen, Lenkerenden zerkratzt, Lenkerendenspiegel in den Tank gerammt… also genug Schaden um ein wenig Empathie vom Fachhändler zu erwarten. Ich schleppte mich also auf dem geschundenen Bock zur Triumph Niederlassung Berlin Weissensee und klage mein Leid. „Ja, ein neuer Bremshebel, der Rest muss zum Lacker, die kriegen das wieder hin“. Der Werkstattleiter war freundlich, kompetent und kurz angebunden wie immer – und bestimmt ein Dorn in der Seite seiner Sales Kollegen weil er mir nicht sofort mehr Zubehörteile aufgesabbelt hat. Aber den Bremshebel, den musste ich halt in meiner post-verunfallten Verwirrung sofort bestellen. Und natürlich habe ich den auch sofort bezahlt. Warum auch nicht? Ach der muss erst noch verschickt werden? Na super… Wann? Nächsten Dienstag oder Mittwoch? Ja hilft ja nix…

Doch, es gibt auch schnelle Hilfe: als ich dann nach einigen Stunden drüber nachdenken und mit den wundervollen Menschen vom T5net Forum reden sofort einen Bremshebel hätte bekommen können. Tja, heute morgen dann als erstes bei der Niederlassung angerufen und die Lage erklärt:

„Ich hab gestern den Bremshebel bestellt, könnt ihr das noch abbestellen?“ – „Nein, bestellt und bezahlt, den musst du jetzt abnehmen.“ – „Da können wir doch bestimmt was machen, vielleicht ist er noch nicht versandt! Klär das doch mal bitte ab.“ – „Nein, da kann ich nix mehr machen.“

Ich kann leider seine Stimme nicht wiedergeben, aber selten hörte ich ein „kein Bock zu diskutieren“ deutlicher in der Stimme als heute morgen in dem Telefonat.

Und weil ich Idiot vor Ort bestellt und bezahlt habe kann ich nicht mal einen Widerruf machen! Hätte ich von zuhause telefonisch bestellt wär ich fein raus! Nun, dachte ich, red‘ doch mal mit Triumph Deutschland! Und so rief ich die Zentrale Nummer der Webseite an und drückte die 3 für „Produkte / PR“ und erreichte tatsächlich jemanden. Und erläuterte ihm mein Unverständnis der Situation…

…und bekam den gleichen „Boah es ist Freitag und jetzt muss ich mich um so ’ne beleidigte Leberwurst kümmern“ Ton zu hören:

Er: „Ja, ich klär das mal in der Niederlassung ab.“ – „Finde ich gut!“ – „Ja dann wünsche ich ein schönes Wochenende!“ – „??? Wollen Sie denn keine Kontaktdaten von mir um mir zu berichten was es für Konsequenzen für mich gibt?“ – „Nein“ – „Geben Sie mir bitte Ihren Namen.“ – „Ja wenn es sein muss…“

Ehrlich? Triumph? SO behandelt ihr Leute denen ihr Eure (verdammt schönen und begehrenswerten) Mopeds andrehen wollt? Respekt! So geil ich eure Mopeds finde, so beschissen finde ich euren Kundenkontakt.

Mit diesem Blogpost folge ich dem Rat eines Triumphfahrers aus Berlin der diese Erfahrung bereits hinter sich hat:

„Hol den Hebel ab und verlasse unter Absingen schmutziger Lieder den Laden. Geh nie wieder hin und warne alle anderen Triumph Fahrer und Interessenten davor dort hinzugehen.“

you got a lot to learn about respect

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